Nach vielen Stunden auf autoscout24.ch, caravan24.ch, ricardo.ch, tutti.ch, mobile.de und ebay.de am Preise vergleichen, Ausstattung vergleichen, Jahrgang und Farbe vergleichen und vielen weiteren Stunden diskutieren…. haben wir am 8.Mai den Vertrag für einen Hymer Ayers Rock unterschrieben – dunkel, 5.40 m kurz, neu, aus Deutschland. Am 26. Mai ist er angekommen!

Haben wir etwa gedacht, der Grossteil der Arbeit sei jetzt vorbei, so haben wir uns geirrt… Viele Telefone hat es gebraucht, bis wir endlich wussten welche Papiere es genau braucht um den Camper in Bern prüfen und immatrikulieren zu können. Das sind übrigens zwei verschiedene Aufgaben, wo es verschiedene Termine an verschiedenen Orten gibt. Um dahin zu gelangen brauchst du eine Tageszulassung, die du auch erst beim Strassenverkehrsamt abholen musst (dritter Termin)… Mit dem Mailverkehr um eine passende Versicherung abzuschliessen und dem Suchen nach einem geeigneten Stellplatz sind die Nerven am Ende. Basho: „nie wieder kaufe ich ein Auto!“… naja, bestimmt nicht in den nächsten 2 Jahren!
Dafür haben wir jetzt ein funktionstüchtiges Fahrzeug inklusive Wohnung! Was in einer Wohnung jedoch ohne Instruktion klar ist, müssen wir uns im Camper mittels Bedienungsanleitung und Internet aneignen. Wie funktioniert die Heizung? Wie kann der Kühlschrank offen arretiert werden? Wie lasse ich Wasser ein und ab? Was für ein Mittel braucht es für die Toilette? Wie hält man das Frischwasser frisch usw.
Dazu kommt die Frage: Wie/Wo verstauen wir am besten unsere Ware? Unsere Kleider, Schuhe, Esswaren, Seile, Zelt und Schlafsäcke, Pickel und Helme… und wie sichern wir die Ladung? Das heisst Kisten probe-packen, passende Grössen kaufen, auf den Seiten je etwas abhobeln (Merci Peter für die Maschine! Von Hand wäre das ewig gegangen), damit zwei Nebeneinander passen und uns Gedanken über die Ladungssicherung machen.



Ein Thema, das jeden Camper-Besitzer begleitet, ist das Gewicht. Alleine das Leergewicht ist oft nah am Maximalgewicht. Wenn dann noch 100l Wasser, Essen für ein paar Tage und das Material für ein paar Monate mitgenommen werden will, muss man sich schon überlegen wo man Gewicht sparen kann. Eine unserer ersten Aktionen am Camper direkt war den TV auszubauen (- 9kg) und die Leiter um in den oberen Stock zu kommen rauszunehmen (wir haben ein Aufstelldach für ein zusätzliches Bett) (-5kg). Später dann noch die Wohnraumbatterie durch eine leichtere zu ersetzen (-11kg). Wahrscheinlich werden wir dann noch das elektrische Trittbrett (-7kg?) ausbauen und die vorhandene Trennwand zum Ladebereich durch ein leichteres Blech ersetzen (-5kg?)
Ein grosser Detail ist das Bett: auf jede Matratze gehört ein Matratzenschoner und ein Leintuch. Die Matratze beim unteren Bett ist in 4 Teile geteilt, damit man es wegklappen kann. Also braucht es 4x Matratzenschoner in individuellen Grössen – selber nähen heisst das. Ein kleines/grosses Detail, das viel Zeit gebraucht hat, und Nerven!, dabei zu einem Streit ausgeartet ist und Cécile die Lust am Nähen genommen hat.. zumindest für den Moment. Danke Carina für die Hilfe!
Um teilweise autark unterwegs sein zu können, braucht es eine Solaranlage. Das stand auf der ToDo-Liste von Basho. Herausfinden welche Anlage es sein soll, was es alles dazu braucht (Wechselrichter, diverse Kabel, Kleber, etc.) und wie sie montiert werden kann hat auch einige Stunden im Internet gebraucht. Die Solarzelle dann anzubringen, die ganzen Kabel zu verlegen und miteinander zu verbinden, brauchte dann aber einiges länger. Zwei Halbtage (je. ca. 6h) befassten sich Basho und Peter intensiv mit der Montage. Jetzt haben wir auch ohne Campingplatz Licht und Strom!

Unser Camper ist jetzt startklar! Nur noch kleine Details fehlen. …denken wir zumindest.
An dieser Stelle möchten wir Danke sagen. VIELEN HERZLICHEN DANK Peter für deine Hilfe und deine Tips!