Mit unserer WG haben wir am Samstag ein super Fest organisiert, im kleinen Rahmen und super gemütlich. Mit vielen Kerzen, Wein und Bier bei schönem Wetter auf der Terrasse den Sommer ausklingen lassen, einen besseren Abschied hätten wir uns nicht vorstellen können. Vielen Dank für Alle die dabei waren und vor allem an die Spender der feinen Salate, Kuchen etc. – gerne wieder!
Mit einem Besuch meinen (Cécile) Eltern und Grosi und 2 organisatorisch gefüllten Tagen verabschiedeten wir uns dann von dem „Bekannten“ und machten uns auf in den Süden.
Stopp in Graubünden: das Zervreilahorn lockt.
Am Nachmittag schalten wir den Motor nach einer kurvigen Fahrt aus, am Zervreilasee. Basho geschäftlich am Telefon, beschliesse ich die Gegend mit Joggingschuhen zu erkunden. Das geplante 30min Joggen ufert dabei in ein ca. 2-stündiges Abenteuer aus. Ohne Handy und ohne Ahnung wie das Gelände aussieht, mit dem Entschluss den Rückweg nicht genau gleich aussehen zu lassen, wird die Strasse zum Weg und der Weg zum Kampf durch das Gestrüpp. Ca. 600 Höhenmeter hoch und runter, an Heidelbeersträuchern hochzerrend, von Stein zu Stein im Sumpfgebiet hüpfend, auf einem Schuttband runterschlitternd, eine Gämse vergebens nach dem Weg fragend war ich froh, als der Camper dann wieder in Sichtweite war!

Das „Joggen“ hat sich gerächt. Der Zustieg zum Zervreilahorn von 2h am nächsten Tag hat sich dadurch verlängert und am Einstieg angekommen waren meine Kräfte gefühlt zu Ende. Unterwegs haben wir ca. 30min Pause eingelegt um via Internet noch Campingstühle und eine ACSI-Card zu bestellen (Merci Bigi für den Tipp!).
Die Kletterroute erwies sich als unspektakulär – eine 5c-MSL, die oft selbst abgesichert werden muss an teils losem Gestein. Die Kletterei hat sich auch in die Länge gezogen und so konnten wir den wahnsinnig schönen Ausblick (deshalb hat es sich trotzdem gelohnt!) nicht so lange geniessen. Nach dem Abseilen war die Sonne weg und den Berg herunterjoggend erreichten wir den See gerade, als es langsam dunkel wurde. Nach dem Marsch zurück zum Auto (Merci Basho für s’Seil tragen!) trafen wir David unser Mitbewohner und Valeria seine Freundin neben unserem Auto an. Sie hatten zur gleichen Zeit die gleiche Idee; das Zervreilahorn zu beklettern – Zufälle gibt’s!

Den letzten Tag im Graubünden haben wir dann in „Peil“ verbracht, ein kleiner Ort in der Nähe von Vals. Der Klettergarten quasi auf der Strasse, eine kleine Wirtschaft die sich Kiosk nennt, weitere ca. 7 Häuschen und eine grosse Ziegenherde, die Touristen anlockt.
