Nachdem wir im Valle del Orco etwas Pech mit dem Wetter hatten, haben wir auf dem Weg nach Ligurien einen Stopp in Turin gemacht. Perfekt für Bashos Geburtstag hatten wir gutes Wetter und angenehme Temperaturen für eine Stadtbesichtigung.
Angefangen hat der Tag mit einem Café und einem grünen grässlichen Getränk für mich (Aqua con menta) nach 2km Fussweg ins Stadt-Innere. Danach haben wir einen Teil der Stadt zu Fuss besichtigt, verschiedenste historische Gebäude von aussen betrachtet und das „Museo nazionale del cinema“ besucht. Wegen Corona sind dort leider die interaktiven Teile der Ausstellung geschlosssen gewesen. Aber auch so hat sich der Besuch gelohnt. Im Innern des Museums schwebt ein gläserner Fahrstuhl an Seilen aufgehängt in die Turmspitze, von wo aus man eine sehr schöne Aussicht über die gesamte Stadt hat. Und auch das Musem an sich ist sehr interessant. Nicht nur in der Stadt, auch im Museums-Inneren haben wir einige Kilometer zurückgelegt und so kam nach dem Besuch kurzzeitig Stress auf, da meine Laune aufgrund grossem Hunger und geschlossenen Restaurants rapide sank. Wir haben dann aber noch ein Lokal für Aperetivo gefunden. Dort habe ich leckeren ungefilterten Weisswein und Brottaschen mit Etwas probiert. Das „Etwas“ hat sich als Kutteln herausgestellt. Die andere Sorte mit der Zuchetti hat uns beiden besser geschmeckt, aber wir haben aufgegessen. Tja, googeln oder überraschen lassen… Nach einem weiteren Spaziergang und guter Laune haben wir den Tag mit Pizza und Rotwein kulinarisch abgeschlossen. Ein Telefonat mit der WG und eines mit Bashos Grosi haben ihn abgerundet.






Jetzt sind wir seit 2 Tagen im Oltre Finale, Val Pennaviare, Veravo stationiert. Hier gibt es einen Parkplatz mit einer Toilette und Dusche, der als Basislager für Kletterer aus verschiedensten Ländern fungiert.
Der Fels ist sehr unterschiedlich, von fast-senkrecht bis stark-überhängend, von grossen Henkel bis feine Leisten und von eher glatt bis sehr rau. Basho hatte grosse Freude das erste Mal auf dieser Reise an Tufas klettern zu können. Die Routen sind leider eher etwas kurz, aber das Gebiet ansonsten fantastisch! Es gibt nicht allzu viele Leute und oft ist es sehr ruhig. Die Wege führen durch grosse Olivenhaine und ab und zu treffen wir einen Feigenbaum dem wir noch 1-2 Früchte abnehmen können. Am Abend wird es momentan sehr kühl, weshalb wir auf dem Weg zurück zum Camper auch mal frischen Pfefferminz und Rosmarin sammeln und daraus Tee machen.
Basho ist in Form! Ich nur halb, meine Schmerzgrenze ist etwas zu niedrig oder meine Hände das viele klettern nicht gewohnt – nach wenigen Routen an dem scharfen Fels schmerzt meine Haut an den Fingerbeeren und die Lust zum weiterklettern vergeht… aber nur kurzfristig.
Wir werden voraussichtlich noch weitere 2 Tage bleiben, bevor wir dann nach Finale ans Meer weiterziehen.





