Finale ooohoo! Ein Name der jedem Kletterer etwas sagt. Für alle anderen: Ligurien, Meer, Strand, Felsen, Pizza, Gelati und dolce vita.
Von Oltre Finale zog es uns ans Meer – nach Finale Ligurie. Also eigentlich sind wir erstmal in Pietra Finale gelandet. Ein wenig Chillen auf dem Camping, waschen (muss auch sein), einkaufen (sau stressig!) und Brot suchen. Pietra hat eine recht hübsche Altstadt mit Strand. Durchaus einen Abstecher wert.
Nach diesem zog es uns gewaltig Richtung Finale selber. Nachdem Cécile einen super Weg am Strand ausgemacht hatten war der Plan perfekt: Spaziergang am Strand (hätten wir vorher gewusst wie mühsam das ist!), Shopping in Finale und mit dem Zug zurück. Ok, Pläne und so. Der Weg am Strand war schön, nur das Laufen artete in Training aus und der einfache Weg an der Strasse stinkig und lärmig. Naja, wir sind in Finale angekommen und unsere Reaktion war eher bescheiden bis: „hässlich“.
Ein feines Gelati später und Céciles Planung sei Dank wussten wir, dass wir eher nach Finalborgo müssten. So motiviert haben wir uns auf den Weg gemacht und doch noch das richtig schöne Finale, also Finalborgo entdeckt. Das, liebe Freunde, können wir absolut empfehlen. Insbesondere die Beiz direkt am Eingang des mittelalterlichen Stadtteils ist super – ihr seht es, wenn wir dort seid 😉 .
Das Shopping war wieder mässig erfolgreich, oder eher sparsam, auch beim späteren 2. Anlauf: die richtigen Kletterfinken finden ist so eine Sache, wie alle Kletterer wissen.




Danis Vorschlag (merci 🙂 ) folgend sind wir am nächsten Tag in die Grotta dell’Erba gezogen. Ein super spektakulärer Ort. Die Routen entsprechend der Bekanntheit des Ortes, aber draussen sind sie zu scharf und es wohnt Etwas in den Löchern. Dieses Etwas hab ich nicht gesehen aber es hat mich angefaucht und ich bin abgesprungen. Gut gefangen und mit schwierigem Ausstieg ging’s dann doch.
Der Abend versprach feines Essen in einer Osteria oberhalb von Finalborgo: feine Pasta und die Möglichkeit die Nacht hinter der Kirche (super schöne alte Wehrkirche) zu stehen haben uns sanft in den nächsten verregneten Morgen gerettet. Nach dem gröbsten Regen haben wir die nahe gelegene Burg erkundet (offiziell gesperrt) aber schaut einfach die Bilder an!
Nach einem total verregneten und stürmigen Tag in Finalborgo mussten wir mal wieder raus…

Um mehr von den berühmten Felsen von Finale zu bekommen, haben wir uns den bisher engsten und unwegsamsten Weg der ganzen Reise mit dem Camper heraufgekämpft zum Rocca di Corno. Dieser fotogene Fels hat uns mal wieder einen längeren Zustieg (2 Stunden statt 15 Minuten) eingebrockt. Allerdings mässig schlimm, da es noch recht gestürmt hatte. Céciles Fahrkünsten sei Dank sind wir Vorwärts mit tollen Ausweichmanövern rückwärts (manche Italiener bleiben notfalls einfach stehen) wieder ins Tal gekommen.
Zum Ziel des Abends, das Camping Basecamp Monte Cucco wiederum hat uns das Navi auf, nein, nicht super ausgebauten Strassen, sondern engen, kurvigen Bergstrassen geführt. Mit letzter Kraft vom Camper und Chauffeur haben wir uns dann die super steile Rampe auf den Camping gerettet.
Tja, Monte Cucco selber ist ein eher „Oldschool“ Gebiet. Uns hat es definitiv gefallen, trotz Speck unten (Sektor Centrale), manchmal kurzen Routen (Sektor Canyon) und erstmal mässigem Wetter. Die Kletterei bietet viel mehr klassische Wandkletterei als steiles „Geballer“. Darunter ein paar wahre Perlen, unter anderem eine komplett übersinterte Wand, die mit super feinen Griffen und Tritten und unerwartet viel Reibung aufgewartet hat.
Der Abschluss im „Il Refugio“ mit Pizza, Tiramisu, Limoncello oder Grappa war passend. Also, Monte Cucco: wir kommen wieder.
Also bleibt dabei, wir machen erst mal eine Kletterpause und starten zu unserem neuen Ziel (nach reichlich Covid Bürokratie)!


