Das Internet hatte Recht. Der Canyon „Gola su Gorropu“ , einer der grössten Europas, hat den Besuch gelohnt! Etwas mehr als 1h Weg vom Parkplatz, der auch in der Nebensaison relativ gefüllt wird und 10 Euro für den Tag kostet, bis zum Eingang des Canyons wo man vermutlich nochmals zahlen sollte. Wir haben das Schild so interpretiert, dass man 5 Euro pP. für eine Führung bezahlen muss und sind am Kassenzelt vorbeimarschiert. Da wir auf dem Parkplatz nur den Tag bezahlt haben, obwohl wir schon die Nacht dort verbrachten, haben wir also 10 statt 30 Euro ausgegeben. Wir finden das einen fairen Preis, für ein Stück Natur ohne Infrastruktur…
Der Canyon ist wunderschön und absolut lohnenswert, doch sollte man gut zu Fuss sein und sich nicht scheuen auch mal die Hände als Hilfe einzusetzen um riesige Kieselsteine aus Kalkstein zu überwinden die in der Ebene liegen. Dann wird der Weg für grosse Kinder zum Spass, auch ohne Klettermaterial!
Auf dem Rückweg fanden wir dann heraus, dass die roten kleinen Früchte die auf dem ganzen Weg von den Bäumen hängen durchaus essbar sind. „Westliche Erdbeerbäume“ nennen diese Pflanzen sich und geben sehr leckere Beeren ab, die die Zeit für den Rückweg deutlich verlängerten.






Auf der Weiterreise nach Cagliari, der Hauptstadt Sardiniens, durchquerten wir geniale Landschaften. Weite Wälder, wenige kleine Dörfer und immer wieder grosse Felswände und Ebenen mit grossen Felsblöcken. Für Kletterer und Boulderer ein Traum! Aber auch Motorradfahrer oder Genuss-Autofahrer werden auf ihre Kosten kommen. Die Hauptstrassen (Autobahnen?) sind meist in einem sehr guten Zustand, während es in Nebenstrassen für Abenteurer mit 4×4 interessant wird. In der Nacht wird es dunkel. Nicht dunkel wie in der Schweiz, sondern schwarz. Wir wollen nichts von der Landschaft verpassen, also heisst es ab ca. 19 Uhr Stellplatz suchen.
Übernachtet haben wir in einer kleinen Seitenstrasse, ein Abzweiger zu einer Sehenswürdigkeit. Das hat sich ausbezahlt, so übernachteten wir direkt vor einem interessanten Haufen aus ausgehöhlten Granitblöcken, die sich als Gräber herausstellten (ca. 3000 v.Ch.).





Cagliari habe ich alleine besichtigt. Während Basho arbeitete, besuchte ich die Bastione di Saint Remy – ein markantes Tor mit einer grossen Terasse oben, von wo aus man einen super Blick über die Stadt hat. Es erinnerte mich ein wenig an die Polyterrasse in Zürich, obschon diese nicht ganz mit dem hübschen Platz in Cagliari mithalten kann. Auch das Viertel Marina hat mir mit den vielen schmucken Cafés sehr gut gefallen. Für Museumsbesuche war das Wetter zu schön und die Zeit zu knapp, aber ein Gelati bei der Gelateria Peter Pan musste sein – viele kreative und sehr leckere Sorten die der Gelateria di Berna Konkurrenz machen!
Von der Stadt existieren leider keine Fotos, da mein Handy momentan keine Bilder machen möchte.
Am Abend besuchten wir dann noch den „Stadt-Felsen“ Cala Fighera, direkt am Meer. Ein sehr spannender Fels. Einerseits super rau, andererseits hat es teilweise ein rotbrauner Überzug der wie Wachs aussieht und glatt ist. Obwohl die Routen dort kurz und die Klebehaken nicht immer überzeugend sind, lohnt sich das Gebiet wenn man Cagliari besichtigt.