Einige haben uns schon gefragt, wie wir mit Corona leben und ob wir Probleme an den Grenzübergängen hätten. Bis jetzt hatten wir noch keine Schwierigkeiten (erst Schweiz-Italien, Italien-Sardinien). Für die Überfahrt nach Sardinien mussten wir lediglich einen Fragebogen ausfüllen mit den Angaben Woher/Wohin/Symptome etc. und die Temperatur messen lassen.
Das Masken-Tragen wird langsam zur Gewohnheit – in allen öffentlichen Gebäuden und neu ist in Italien im ganzen öffentlichen Raum die Pflicht. Wir halten uns daran, wenn wir draussen von anderen Menschen umgeben sind, sprich in einer Stadt. Sardinien hat jedoch viele Ecken die nur wenige Menschen finden, wo Covid kein Thema ist und die Masken gut verstaut bleiben.
Obwohl wir uns in sogenannten „Risiko-Gebieten“ aufhalten (Ligurien, Sardinien) fühlen wir uns viel weniger betroffen als in der Schweiz. Unsere sozialen Kontakte beschränken sich auf das Telefon und einzelne kurze Gespräche mit anderen Touristen oder Einheimischen auf sichere Distanz. Tatsächlich würden wir in der Schweiz aktuell mit dem Rest unserer WG in Quarantäne sitzen.
Regelmässig verfolgen wir die News und staunen über die aktuellen Geschehnisse in der Schweiz und dem Rest der Welt. Warum noch immer grosse Events statt-finden und es anscheinend genügend Leute gibt, die dorthin möchten, können wir aktuell nicht nachvollziehen. Andererseits kriegen wir auch keinen „Alltagskoller“ und das Bedürfnis etwas zu erleben.
Oft denke ich ans Rossfeld, mein vorheriger Arbeitsgeber, ob es ihnen gut geht? Ich bin froh, arbeite ich nicht mehr und trage ständig das Risiko einer Ansteckung meiner Klienten.
Ich hoffe fest, dass die Welt diese Plage in den Griff kriegt und wir bald auf „eine aussergewöhnliche Zeit“ zurückblicken können!
Wir haben hier in unserem Haus auf Rädern wenig mit Corona zu tun, dafür umso mehr mit fliegenden Plagen! Im September waren es die Mücken die mich quälten. Viele Nächte konnte ich nur schlecht schlafen, da meine Beine mit juckenden Mückenstichen übersäht waren. Basho ist da weniger betroffen, ihn stechen die Biester nur, wenn ich am ganzen Körper durch Anti-Mückenspray geschützt werde.
Jetzt werden die Mücken rar, dafür haben wir immer mal wieder andere Haustiere. Neulich waren wir auf einem Campingplatz in der Nähe eines Pferdebetriebes. Als wir am Abend die Türen schlossen weil es kalt wurde, mussten wir kurz leer schlucken. Wir hatten, nicht übertrieben, an die 100 Fliegen im Auto. Das hellbeige Dach war übersäht mit den schwarzen Tieren! Mit Becher und Papier ausgestattet waren wir dann 1h 30min daran, Fliegen einzusammeln und zu evakuieren. Glücklicherweise schlafen diese Tiere am Abend und lassen sich so relativ einfach „abpflücken“.
In Sardinien scheinen sie ein Problem mit streunenden Katzen und Hunden zu haben. Überall trifft man wilde Katzen an, leider oft in einem schlechten Gesundheitszustand. Teilweise sieht man Wasserschalen aufgestellt, oder auch (von Kinder gebastelten?) Kartonhütten für die Tiere. Ein schönes Leben haben sie trotzdem nicht.
Auch einige scheinbar herrenlose Hunde haben uns schon besucht, Junghunde die spielen wollten und ein älteres Exemplar das sehr liebesbedürftig war und sich am liebsten den ganzen Tag hätte streicheln lassen. Was erstmal einen „Jööö-Effekt“ auslöst, ist eigentlich keine schöne Geschichte. Vielleicht kriegt Sardinien auch das einmal in den Griff…