Seit einem Jahr sind wir wieder zurück in der Schweiz. Auch in diesem Jahr gab es kleinere und grössere Erlebnisse und Geschichten. Eine davon möchte ich nun mit euch teilen. Sie spielt im August 22
Schon seit längerem zeichnet sich ab, dass wir uns wohl irgendwann von unserem geliebten Auto trennen werden. Wir brauchen es einfach zu wenig, haben keinen geschützten Stellplatz und und und. Es gibt viele vernünftige Gründe gegen den Besitz eines Campers. Dennoch war die Entscheidung unseren Ay (Ayers Rock) zu verkaufen alles andere als einfach…
Doch bevor wir ihn weggeben wollte ich noch einmal mit ihm verreisen. Den Einwand, dass sich ein Camper im Frühsommer deutlich besser verkaufen lässt als im Herbst lasse ich nicht gelten. Ich inseriere ihn auf Tutti mit dem Zusatz „ab September“.
Nachdem ich mit dem Camper ins Aufbaulager vom Rela (ein Zeltlager des Cevi mit rund 1500 Teilnehmern bei dem ich im OK mitwirke) nach Hüntwangen gefahren bin, ihn zwischendurch nach Bad Waldsee zur erneuten Dichtigkeitsprüfung und Reparatur unserer Duschwanne (ihr erinnert euch an die Story?) gebracht und wieder abgeholt habe, geht es los mit unserer letzten Ay-Reise:
Nachdem wir alles nötige eingeladen haben, machen wir uns los Richtung Slowenien – das soll ein kletternswertes Land sein. Wir sind gespannt!
Die erste Nacht verbringen wir in Italien kurz vor der slowenischen Grenze, bevor wir uns am Morgen entschliessen wo genau wir unseren Slowienien-Urlaub beginnen wollen.







Wir möchten also im Süden starten und so ist Osp unser erstes Ziel. Unser Navi führt uns direkt zu einem Klettergebiet. Und da werden wir sogleich etwas enttäuscht – hier darf nicht übernachtet werden, obwohl der Platz perfekt wäre und es sogar eine Toilette gibt. Ausser einem anderen Auto (mit CH-Kennzeichen) ist der grosse Parkplatz verlassen. Die Schweizer erklären uns, dass am Morgen einige Leute hier waren, ab dem Mittag aber nicht mehr geklettert werden kann da es so heiß wird.
Den Nachmittag verbringen wir dann mit Hin- und Her-kurven. Von Klettergebiet zum Campingplatz, zum Einkaufen zwei Dörfer weiter, zurück zum Campingplatz der uns dann doch etwas zu voll und teuer ist, weiter zu einem anderen Klettergebiet etwas weiter oben.
Črni Kal heisst das Dorf am Fusse des Hügels. Das besuchen wir, nachdem es beim klettern zu heiss wird und wir unser Material in 5min Gehdistanz zurück zum Auto gebracht haben. Dort finden wir einen Kirchturm, der an der Kirche selbst angeseilt wurde, da er wohl immer mehr in Schieflage gerät. Wir zweifeln ob das viel nützt, aber interessant schaut es aus. Ausserdem gibt es das Benko-Haus (von einem der ersten Bauingenieure in Europa entworfen) und eine Menge Hunde.
Mit den Hunden habe ich immer gemischte Gefühle, solange ich sie nicht kenne. Als uns ein Hund richtig böse verbellt, wir endlich um die Ecke biegen und ihn los sind und da schon wieder ein Hund nicht-angeleint auf der Mauer sitzt und uns anstarrt, habe ich die Nase voll. Ich schlage Basho vor einen Umweg zu machen, da hüpft der Hund von der Mauer auf uns zu und springt an mir hoch. Kurz das Herz in der Hose merke ich bald, dass es sich hier um ein äusserst liebenswertes und liebeshungriges Exemplar Hündin handelt. Bestimmt 5min bleiben wir stehen spielen und kraulen sie abwechselnd, bevor wir uns wieder auf den Weg zurück auf den Hügel machen.
Unterwegs finden wir Feigen und Trauben (und andere Früchte, die jedoch deutlich in Gärten stehen) und eine Hündin, die mal vor, mal hinter uns umherspringt. Oben essen wir was und gehen dann nochmals klettern. Die Hündin, Basho nennt sie mittlerweile „Büsi“, kommt mit. Was anfangs lustig war, ist uns mittlerweile nicht mehr ganz geheuer – Büsi gehört ganz klar jemandem, macht aber keine Anstalten zurück ins Dorf zu gehen. Wir beachten sie also gar nicht mehr. Das heisst wir versuchen es, denn mehrmals spazieren Leute an uns vorbei und werden auf uns und „unseren“ Hund aufmerksam. Denn auch wenn sie sonst durch den Wald tobt, sobald andere Leute kommen, setzt sie sich ganz brav neben uns hin. Ein Hundehalter, der wenige Meter vorher seinen Hund an die Leine genommen hat, schaut uns nur ungläubig an als wir ihm beteuern, dass dieser Hund nicht uns gehört und wir ihn nicht anleinen möchten.
Eine andere Kletterin spricht uns auf den Hund an und erklärt sich dann einverstanden den Hund mit ins Dorf zu nehmen. Mit dem Schwanz wedelnd geht sie davon, unser Büsi.






Die Kletterei hier ist nichts spektakuläres. Eher kurze Routen im Kalk erinnern an die Schweiz. Der Klettergarten weiter unten sah deutlich spannender aus. Für die überhängende, schwere Kletterwand ist die Temperatur aber doch etwas hoch und mein Niveau etwas knapp. Daher passt das hier ganz gut.
Als es dunkel wird kehren wir zurück zum Auto zum kochen. Und wer kommt uns da entgegen? Die Kletterin zuckt nur unbeholfen mit den Schultern, tja das hat wohl nicht geklappt… Also koche ich alleine und Basho macht sich mit Büsi auf den Weg Richtung Dorf.
Pünktlich zum Essen ist er zurück. Mit dabei ist die treue Hündin. Im Dorf haben sie ihm versichert, das sei normal und er solle den Hund einfach nicht beachten der gehe dann schon zurück…
Also dann. Die Nächte werden kühl und so essen wir drinnen und gehen bald schlafen. In der Nacht beginnt es heftig zu stürmen und ich hoffe dass der Hund spätestens jetzt nach Hause gekehrt ist. Am Morgen werde ich eines besseren belehrt. Noch während wir im Bett liegen, hören wir ein dumpfes „Wuff“ direkt vor unserem Auto, dass einem vorbeigehendem Fussgänger galt. Büsi bewacht ihr neues Rudel!
Wir haben keinen Hund gesucht, aber falls ich einen Hund haben wollte, wäre dieses Exemplar genau das richtige! Sie begrüsst uns ganz aufgeregt und meine Vorsätze schwinden immer mehr; was wenn sich herausstellt, dass sie doch keinen Besitzer mehr hat? Wie könnten wir unser Leben mit einem Hund vereinbaren?…
Ein Auto holt mich aus den Gedanken. Eine sichtlich genervte Frau öffnet den Kofferraum und gibt dem Hund Kommando einzusteigen. Dieser freut sich offensichtlich über den Besuch der Frau, scheint aber etwas hin und hergerissen. Klappe zu, ein paar Worte zu uns, Hund weg.
Die nächsten Tage soll es noch heisser werden, deshalb entscheiden wir uns relativ zügig in den Norden zu fahren. Da Slowenien klein ist, dauert die Autofahrt nicht allzu lange.
Unser Ziel: „Velika Planina“, eine Hirtensiedlung die seit dem 16 Jahrhundert auf einem Hochplateau steht und seither in traditioneller Bauweise erweitert wurde. Der Camper bleibt im Tal, wenige km entfernt von der Seilbahn. Am Morgen gehen wir los, erst auf der Stasse und dann auf einem Waldweg bei anhaltender Steigung. „Planina Dol“ heisst die Lichtung, die uns oben erwartet. Da machen wir nach etwas mehr wie 2h Fussweg eine Pause in der Sonne, essen etwas und trocknen unsere Füsse die nass wurden als wir kurz auf einem verwilderten Weg mit kniehohem nassem Gras waren. Der grosse Anstieg liegt hinter uns, noch knapp eine Stunde mal hoch mal runter durch Wald und über Kuhwiesen bis wir die Hirtensiedlung erreichen.







Die Hütten sind rund. Früher war in der Mitte ein Raum zum kochen, darüber eine Schlafstelle und ringsherum der Stall. Es gibt noch originale Hütten, aber auch Neubauten die von aussen zwar den älteren Modellen gleichen, innen aber eine andere Raumaufteilung haben. Zwischen den Hütten grasen Kühe. Wir sind erstaunt über die Gelassenheit die die Kühe angesichts der Touristen zeigen, selbst wenn sie teilweise Kälber bei sich haben. Auch die Wirte sind gelassen – wenn der Zaun um die kleinen Lokale nicht geschlossen sind, stehen nicht selten neugierige Kühe neben den Tischen der Gäste.
Für den Abstieg wählen wir einen anderen Weg. Der hat es in sich. Noch einiges steiler, super schmal und nicht immer gut ersichtlich, teilweise etwas ausgesetzt aber sehr schön, schlängelt sich der Weg auf der anderen Seite der Seilbahn im Wald verborgen nach unten. Zum Schluss lassen wir die hässliche Strasse aus und queren den Fluss um auf der anderen Uferseite dem Flusslauf bis zum Camper zu folgen. Auch das war eine super Entscheidung, wäre doch bloss die Sonne am scheinen, so würden wir uns mit Freuden in die teilweise grossen Wasserbecken mit dem wunderschön klarblauem Wasser werfen. So baden nur unsere Füsse darin: Cécile freiwillig, Basho unfreiwillig einen Fuss inklusive dazugehörendem Schuh.








Die Nacht verbringen wir etwas weiter den Fluss hoch auf einem Stellplatz für 5 Euro weil wir heute gerne in das Restaurant dort essen gehen möchten. Bei der Gaststätte vom Stellplatz treibt uns aber ein Mix aus ungemütlicher Einrichtung, komischem Geruch und der Abwesenheit von Gästen wieder aus dem Lokal raus. Das zweite Restaurant in der Nähe sieht super aus, hat aber leider geschlossen. Enttäuscht kehren wir zurück zum Camper und kochen selber.
Mittlerweile ist uns klargeworden, dass wir uns nicht so gut auf Slowenien vorbereitet haben. Einen erheblichen Teil unserer Ferien verbringen wir mit Planung. Was wollen wir in dieser kurzen Zeit sehen, wo kann man wildcampen, wo gibt es günstige Campingplätze?
Der Tiefpunkt der Ferien erleben wir in „Bled“. Diese Stadt am Fusse eines Sees soll zu den schönsten Orten in Slowenien gehören. Unser Parkticket gibt uns 2 Stunden Zeit. Also nichts wie los Richtung Burg, dem Wahrzeichen der Stadt. Von aussen siehts aus wie eine Burg. Den Eintritt sparen wir uns, die Zeit wäre vermutlich eh zu knapp. Also weiter zum See – hier hat man einen schönen Blick auf die Burg. Fotosession. Zurück nach oben zu einer Kirche und wieder runter an den See, vorbei an englischen Rasen mit betreten-verboten-Tafeln und Marktständen mit Souvenirs auf der Suche nach einer Gelateria.
Auf einer Treppe setzen wir uns hin. Mit einer lokalen Sorte (Namen vergessen) die mal als bestes Eis der Welt gekürt worden sein soll ziehen wir Bilanz von Bled. Die Landschaft mit dem See ist schön. Das Eis ist eine echte inhaltliche Überraschung und gut. Die Stadt ist echt hässlich ohne Charakter auf Massentourismus ausgelegt. Vielleicht hätte die Besichtigung der Burg unser Bild von Bled noch zum besseren gewendet? So würden wir es nicht weiterempfehlen.
Zurück beim Auto (15min vor Ende der Parkzeit) finden wir einen Strafzettel über 60Euro. Verwirrt schauen wir uns um und entdecken bei allen parkenden Camper auf diesem Parkplatz einen Zettel. Haben wir was verpasst? Da war weder eine Höhenschranke noch ein Camping-Verbots-Schild! beim Tourismus-Büro sagt man uns, dass ein Camper in Slowenien nicht als Auto gezählt wird und das Verkehrsschild mit dem Auto drauf am Eingang des Platzes uns deshalb ausschliesst. Eine Beschwerde bringe vermutlich nichts. Na toll! Fuck you Bled!





Der nächste Tag wird besser. Wir gehen endlich wieder klettern, oben auf „Vršič-Pass“. Obwohl es bewölkt ist und ein kalter Wind geht, wollen wir es mit einer MSL versuchen. Basho telefoniert noch mit den Behörden wegen der Busse und siehe da: wir haben Glück und die nette Frau zeigt sich verständnisvoll und erlässt sie uns – der Tag beginnt gut!
Nachdem ein grosser Stein unweit von uns am Boden aufschlägt, entscheiden wir uns nochmals um für eine Route die nicht unterhalb der Leute ist die gerade abseilen. Die Kletterei ist phantastisch! 5 kurze Längen in wasserzerfressenem Kalk. Bei der letzten Länge bin ich den Leuten von vorher nicht mehr böse wegen dem Stein. Sie quert verschiedene Plateaus mit jede Menge losen Steinen darauf. Obwohl sie einfach zu klettern ist, brauche ich lange, um die Steine aus dem Weg zu legen und das Seil so zu führen, dass hoffentlich keine Steine auf Basho runterfallen. Als er bei mir oben ist, bin ich kurzfristig erleichtert, doch wie kommen wir jetzt wieder runter? Da unsere Schuhe unten liegen, bleibt uns nur das Abseilen… wenn da beim Seil abziehen bloss keine Steine auf uns runterfallen!
Das Abseilen gestaltet sich besser als erwartet und so entscheiden wir uns unten nach einer kurzen Pause nochmals in eine Route einzusteigen. 3 Längen und wir sind so angefixt, dass wir am liebsten weitergeklettert wären. Doch oben auf dem Pass dürfen wir nicht über Nacht stehen (wie überall hier) und das anscheinend sehenswerte Tal wollen wir doch bei Tageslicht sehen. Das nächste Mal kommen wir ohne Camper und bleiben ein paar Tage in einer Hütte hier…








auf dem Weg nach unten nehmen wir noch 2 Anhalter mit, besichtigen noch eine tiefblaue Quelle mit Warnung vor einem gefährlichem Zustieg und suchen dann einen Campingplatz. Es wird gewarnt, dass die Kontrollen von Wilcampen hier streng sind, also bleiben wir legal. Aber wo? Die Campingplätze hier sind echt teuer und aber auch rappelvoll. Nach zwei Anläufen entscheiden wir uns das Klettergebiet hier zu streichen und weiterzufahren. Ein hässlicher Stellplatz nimmt uns auf. Zwischen zwei Berner-Nummern -Zufälle gibts- machen wir Nachtessen und beraten was wir weiter machen sollen.
Obwohl unsere Ferien auch schöne Momente hergab, hat uns Slowenien bisher nicht überzeugt und wir sind drum und dran das Land zu verlassen und noch einen Stopp in Italien einzulegen. Argumente dafür, Argumente dagegen. Schlussendlich steht der Plan: wir bleiben, fahren nochmals in den Süden auf einen Campingplatz neben einem Klettergebiet und bleiben da für 2 Nächte um etwas Ruhe zu finden.
Den finden wir. Im „Kamp Vrhpolje“ werden wir sehr nett mit zwei Gläsern Weisswein, Trauben und Feigen und einem Klettertopo empfangen. Bei der Hitze (zurück im Süden!) auf fast nüchternem Magen entfaltet der Alkohol schnell seine Wirkung. So verbringen wir den Tag auf dem Campingplatz dösend, lesend, und plaudernd. Den Abend und auch den nächsten Tag verbringen wir am Fels. Diesmal sind es kurze senkrechte bis überhängende Routen. Die Bewertungen sind typisch slowenisch (wie wir es bisher erlebt haben) – die „einfachen“ Routen dürften allesamt aufgewertet werden, während Routen ab dem oberen 6ten Grad wieder mit unserem Empfinden überein stimmen.
Zum Abend wollen wir slowenisch traditionell essen gehen. Google verrät uns, dass es das eigentlich gar nicht wirklich gibt. Es gibt traditionelle Desserts, aber abgesehen von typischen Würsten gibt es wenig Auswahl. Also gehen wir in eine Pizzaria (das typische Bild von einem Restaurant in dieser Gegend) und essen eine slowenische Pizza mit Teig aus Hanfmehl und zum Dessert „Štruklji“, süsse Teigrollen mit verschiedenen Füllungen.
Der Abreisetag ist gekommen. Mittlerweile haben wir uns mit Slowenien ausgesöhnt. Da wir hier in einem Weinbau-Gebiet sind, wollen wir noch etwas Wein mitnehmen und machen einen Halt bei einem der zahlreichen Weinbauern. Als wir vor der geschlossenen Türe das Schild lesen, parkt ein Auto hinter uns und der Vater vom Winzer begrüsst uns. Der Sohn der sei heute nicht da, aber hm naja eigentlich sollte er ja nicht, aber ja ok kommt rein. Wir sollen uns setzen und dann bringt er 2 Wassergläser und 3 Weingläser. Dass wir Wein kaufen und nicht gross degustieren möchten überhört er gekonnt. Dass es Rotwein sein soll auch. Schlussendlich sitzt er mit uns da und trinkt mit uns erst Weisswein, dann eine andere Sorte Weisswein, dann Rosé und zum Schluss Rotwein. Hätten wir nicht jedes Mal „stopp nicht so viel, wir müssen noch fahren“ gesagt, so wäre der Weg zum Camper ein kleines Abenteuer geworden. Zum Schluss schenkt er uns eine Flasche Wein, weil wir leider 7 Euro zu wenig haben, er nur Bargeld nimmt und in den Karton 6 Flaschen gehören, nicht 5. Das Geld nehme er den nächsten Touristen wieder ab scherzt er und wir glauben ihm.
Wir lachen noch über diesen aufrichtig interessierten und fröhlichen Mann als wir losfahren. Zurück in die Schweiz.
Nach einer anstrengenden Fahrt übernachten wir in Italien, komplett übermüdet und hungrig ist die Laune mies, die Worte karg. Beim Einschlafen kullern mir die Tränen runter. War es das jetzt gewesen? Die letzte Nacht in unserem Camper?
Ein kleines Stück führt am nächsten Tag über Österreich wo wir einen kurzen Stopp bei einem versunkenen Dorf mit überteuertem Parkplatz und fadem Glace machen, bevor wir wieder in der Schweiz sind. In der Nacht habe ich Basho das Versprechen abgenommen noch einen „würdigen“ Abend im Camper zu verbringen. Nachdem uns das Navi vor dem Vereina-Autoverlad abgeladen hat (shit, einmal mehr haben wir die ausgewählte Strecke nicht genau kontrolliert) fahren wir in einem kleinen Umweg auf den „Flüelapass“. Camping scheint nicht ganz legal, aber auch nicht offensichtlich illegal zu sein, also kann ich Basho überzeugen hier zu bleiben. Das Wetter ist mies und kalt aber das ist zweitrangig. Nach Einbruch der Dunkelheit schliessen wir die Jalousien, öffnen einen Rotwein, kochen was gutes und den Rest vom Abend verbringen wir mit dem Spiel „Mind“.
Ja, so sollte eine letzte Nacht im Camper sein!

Uns bleibt noch eineinhalb Tage in Hombrechtikon um das Auto leer zu räumen und zu putzen, dann bringen wir alles nach Bern und fahren schlussendlich nach Thun. Hier wohnen seine neuen Besitzer – eine junge Familie die sich riesig freuen und uns etliche Male versichern: „Wenn wir einmal einen Camper brauchen, dürfen wir sie gerne fragen und ihn mieten.“
Obwohl ich sehr mit meinen Emotionen am kämpfen bin, weiss ich dass es die richtige Entscheidung ist und auch die richtigen Leute.
Tschüss Ay du treuer Gefährte. Ich hoffe du kriegst wieder mehr Auslauf bei deinen neuen Besitzern und schenkst ihnen genauso viel Freude wie uns! Ich hab dich lieb!