Domusnovas, oder freundliche Sarden die Erste und Zweite

Wir haben Cagliaris Top Spot beklettert, Céciles Kletterfinken sind wieder startklar, unser Trinkwasser ist fast ganz alle, Essen aufgefüllt, der WC Tank ist auch voll – Zeit zum Starten. Nach Big City Cagliari rief uns der wilde Westen – Domusnovas.

Neben Cowboys, Sarden und wild wild West hofften wir auf Kletterspots (unter anderem Adam Ondra war da!), Bergbauminen zum erkunden und natürlich mehr schöne Natur.

Auf eindrücklich geraden Strassen ging es dem Ziel entgegen. Apropos Strassen – Geschwindigkeitsbegrenzungen in Sardinien:

– Schilder werden wahllos verteilt

– Tempolimite sind gewöhnlich sehr tief, z.B. auf der Autobahn vor Tunneln auch mal 40.

– Schilder über Bodenwellen, Kurven, Baustellen, … kann man auch einfach irgendwohin stellen

Etwas speziell aus deutscher oder schweizer Sicht. Am besten einfach nach Bauchgefühl fahren – an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hält sich wirklich niemand.

In Domusnovas haben wir nach dem Ankommen den ersten Kletterspot gesucht. Leider waren wir auf der falschen Seite des Berges gelandet – am nördlichen Ausgang der Grotta di San Giovanni. Nach fast einer Stunde querbeet, über Stock und Stein waren wir dann da. Geklettert haben wir dann am Toppfels bis es sich nicht mehr gelohnt hatte auf das Camping zu fahren. Macht nix (siehe oben, Wasser, WC, …), also im Wald übernachten. Dank Mobilehome kein Problem. Und man kann mit 10 – 12 Liter gut einen Tag überstehen, inkl. Waschen, Essen, Trinken, Abwaschen etc. (man google kurz was unser Schweizer Durchschnitt ist).

Am nächsten Tag haben wir wieder den selben Felssektor und einen Nachbarsektor besucht und bemerkt, dass es ein paar mehr Sektoren gegeben hätte (so der nächste 5 min vom Camper). Aber wahrscheinlich waren wir schon im besten Sektor gelandet: Chinatown. Nur war der Fels so scharf, dass wir am Nachmittag gewechselt haben. Der rote Sektor hatte lange Ausdauerrouten: Basho 🙂 , Cécile :/ . Hat uns sehr gefallen insgesamt, auch ohne Ondras Route wiederholt zu haben (9b oder so in einem dunklen, schleimig aussehenden Dach).

Eh die Finger kaputt sind, sind wir auf den Aggroturismocampagio gefahren. Apropos freundliche Sarden: die Betreiber haben für uns die Waschmaschine angeschlossen, extra noch Gemüse vom Feld geholt (okay, die Kiste stand wohl schon irgendwo) und uns zu einer feinen Pizza verholfen.

So kann man Leben, zwischen Olivenbäumen mit allem Luxus den es braucht.

Was wir sonst so da gemacht haben? Tja, eine kurze Mehrseillänge zwischen Kakteen, wobei wir das Gebiet und den ersten Teil der Grotta di San Giovanni für uns allein hatten (Sightseeing: abgehakt), da es Felssicherungsarbeiten gab und alles gesperrt war. Die Grotte wird wohl mit mystischer Musik bespielt, was unsere Magierin zu dazu brachte den Stein des Lichtes auf ihrem Zauberstab zu montieren.

Der Besuch von Domusnovas hat uns dann dahingehend erleuchtet, dass das Dorf mit bergbaulicher Vergangenheit, naja, nicht wirklich sehenswert ist.

Dafür, freundliche Sarden die Zweite: Im Supermarkt wurde uns feiner Käse empfohlen (ich finde bis jetzt der beste in Italien), feine Salami, und wir haben ein Schäleli geschenkt bekommen. Dafür bekommt Domusnovas einen “Daumen hoch” 😉 .

Da der wilde Westen aus viel viel herumgereite besteht sind wir nach einem gemütlichen ¾ Tag auf dem Camping (Auscheckzeit: so irgendwann am Abend offiziell 🙂 ) auf unsere Rösser gestiegen und der untergehenden Sonne entgegen.

Hinterlasse einen Kommentar

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten