Hola España, Hola Barcelona

Heute ist das Wetter lausig… genug Zeit um zu erzählen!

In Barcelona haben wir uns wegen den vielen Autodiebstählen mit eingeschlagenen Scheiben für einen Campingplatz in der Nähe der Stadt entschieden. So kurvten wir am Morgen los um unser Auto dort abzustellen. Der Besitzer kam uns direkt entgegen und durchkreuzte unser Plan mit „Heute schliessen wir, wegen Covid haben wir dieses Jahr nur bis Ende Oktober geöffnet.“ Nach etwas Internetrecherche und 2x die Einfahrt von der Autobahn direkt auf den Camping verpassen, haben wir einen anderen Ort gefunden und uns dort bereit gemacht in die Stadt zu gehen.

Barcelona ist im Lockdown – am Wochenende ist es verboten von einem Ort in den Nächsten zu wechseln. Da der öffentliche Verkehr jedoch normal verkehrt, haben wir uns entschieden, trotz Sonntag, von Castelldelfels wo der Camping liegt nach Barcelona zu gehen… auf den Strassen haben sie teilweise Kontrollen durchgeführt, beim ÖV nicht. Unser Glück.

Barcelona haben wir als sehr schöne Stadt kennengelernt. Basho schwärmt für die verschiedenen architektonischen Baustile. Ein extremes Beispiel dafür ist die Kirche „Basilica i Temple Expiatori de la Sagrada Familia“. Sie ist seit 1882 im Bau und sollte 2026 fertiggestellt werden. Die lange Bauzeit wird durch verschiedenste Baustile sichtbar. Fasziniert von dem Gebilde bin ich mir nicht ganz sicher ob es mir gefällt. Ist es eine Vergewaltigung der Zeitepochen, oder eine geniale Vereinigung? Ich einige mich darauf, dass ich die Spanier mutig finde.
Fasziniert über mutige Spanier sind wir auch in der Altstadt – die gesamte Verkabelung der Häuser liegt im Freien, entlang den Wänden, nicht geschützt gegen Wasser etc. Wir denken uns aus, was passiert jemand ein Kabel wechseln muss, oder wie einfach man einen kompletten Häuserblock sabotieren kann…

Ich staune über die Ordentlichkeit der Stadt. Der Verkehr scheint sehr geordnet, es gibt viel Platz für Velofahrer und obwohl nicht an jeder Ecke einen Abfallkübel steht, ist die Stadt sehr sauber.

Es ist Sonntag und die Geschäfte geschlossen. Wegen dem Lockdown sind auch alle Restaurants und Cafés zu, nur Take away ist erlaubt. Unser Bild von Barcelona ist deshalb etwas verzerrt – es ist sehr ruhig. Es gibt wenig Verkehr und wenig Menschen. Einzig auf dem „Parc de la Ciutadella“ finden wir etwas Leben. Hier versammeln sich Menschen um in Gruppen auf dem Boden zu sitzen, ihre Hunde spazieren zu führen, oder ihre Hängematten aufzuspannen. Es ist herrlich international. Auf einer Art Tribühne unter einem festinstallierten Pavillon trifft sich eine kleine Gruppe zum gemeinsamen Stepptanz, wir bleiben begeistert stehen – schön etwas so lebendiges und freudiges zu erleben, trotz Lockdown!

Am Montag sind wir erneut in der Stadt um nach Kletterfinken, einem Crashpad und biologisch abbaubarer Seife und Zahnpaste zu suchen. Die Stadt wirkt schon einiges belebter, obwohl sich vermutlich noch immer nur ein Bruchteil des „normalen Lebens“ abspielt. Wir finden Alles ausser Kletterfinken. Dafür testen wir uns nach einer italienischen Pizza, die nicht viel mit Italien zu tun hat, durch spanische Desserts.  Qué rico!

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