Die letzten Blogeinträge sind während einer 4-tägigen Regenperiode entstanden. Diese haben wir zur Hälfte auf der Finca verbracht, aber auch als Anlass genommen um weiterzuziehen…
Richtung Süden. Ich möchte Gibraltar besuchen, das geht schlussendlich auch wenn es nass ist. Doch es soll noch Wunder geben, am dritten Tag werden wir von der Sonne geweckt, auf einem Stellplatz in einem Yacht-Hafen vor Gibraltar. Zu unserem Glück hat es 5m vom Camper entfernt einen „Wasch-Salon“, so kann ich vor dem Morgenessen die Maschine füllen und nach dem Essen die Kleider draussen aufhängen.

Unser Stellplatz im Hafen 
Gibraltar
Nach dem Prozedere packen wir einen leichten Rucksack und ziehen los, um diesen kleinen englischen Staat zu besichtigen. Doch weit kommen wir nicht, am Zoll erklären sie uns freundlich, dass die Durchreise wegen Covid nur für Gibraltaner und Spanier gestattet ist. Tja unser Pech und Glück zugleich… so müssen wir uns mit dem Anblick des grossen Felses (leider wegen Militärgelände nicht kletterbar) und der näheren Umgebung zufrieden geben.
Eine seltsame Gegend ist das, die Infrastruktur war mal auf viele, viele Touristen ausgelegt. Wie auf einer grossen Messe stehen Container-Bauten an Container-Bauten jedoch grösstenteils verlassen, leer und halb kaputt. Mc Donalds steht neben Burgerking, beide geschlossen. Keine Menschen. Neben dieser „Touristen-Allee“ finden sich grosse leere Wiesen mit alten Bunkeranlagen neben lieblosen Spielplätzen. Umso überraschter sind wir, als wir Richtung Dorfinnere gehen und sich plötzlich ein reges Treiben zeigt. So viele Menschen haben wir schon länger nicht mehr nah beisammen gesehen. Sie sitzen draussen vor den Restaurants, stehen Schlange vor dem Geldautomaten oder ziehen zu zweit oder in kleinen Gruppen durch die Strassen. Beim Anblick der Restaurants meldet sich ein kleiner Hunger – in anderen Zeiten hätten wir uns gerne dazugesetzt, doch wir entscheiden uns die Menschenansammlung zu meiden und gehen zurück zum Camper.
Nun zeigt sich, dass der geschlossene Zoll unser Glück war: Eine Hose hat sich trotz Wäscheklammern von der Wäscheleine gelöst und liegt etwas weiter am Boden, bei dem Wind wäre sie bald im Meer gelandet. Wir essen etwas, nehmen die restliche Wäsche (trocken!) ab und fahren los. Wenige Minuten später beginnt es wieder zu regnen… Glück gehabt!
Unser „weiter“ ist Tarifa. In meiner Erinnerung hat mir ein Kollege davon geschwärmt, es soll toll sein zum Kitesurfen. Und es ist der absolut südlichste Punkt von Spanien! Uns bleibt eine kurze regenfreie Zeit zum das Dorf besichtigen. Da wir schon halb durchgefahren sind, sparen wir uns das Dorfzentrum und gehen Richtung Castillo, das auf einer kleinen Halbinsel liegt. Es sieht vielversprechend aus. Die Szenerie mit dem Meer UND Afrika! im Hintergrund ist super, trotz dichten Wolken. Leider müssen enttäuscht feststellen, dass das Tor verschlossen bleibt. Doch viel Zeit bleibt eh nicht – während dem #Ich-auf-Bashos-Schultern-vor-Afrika-Selfie-Versuch beginnt es zu regnen…











