
Nachdem wir den südlichsten Zipfel Spaniens als so gastfreundlich erfahren hatten, und einen Tipp für ein nahes Bouldergebiet bekamen, war klar: da wollen wir hin und unser noch fast neues Crashpad gründlich nutzen.

Bouldern ist das Klettern auf Absprunghöhe: es geht um Schwierigkeit, Schönheit eines Problems, Eleganz, Technik und komprimiert Klettern auf wenige Meter. Ein sehr spielerischer Ansatz, welcher natürlich in schönem Ambiente viel mehr hergibt.





El Helechal bedeutet eigentlich Farn, da es dort im Wald Farne gibt – diese interessieren uns aber weniger. So entdecken wir El Helechal als perfekten Ort zum Bouldern: ein Labyrinth aus riesen Kieseln, geformt aus dem selben harten Sandstein wie das Klettergebiet in der Nähe, nur aus einzelnen Blöcken bestehend, welche zwischen Strand und einer nahen Felswand verteilt im Wald liegen.





Der Wind hat den Blöcken spannende Strukturen entlockt, es sieht mehr aus, als ob ein Künstler sich ausgetobt hätte. So finden sich Probleme jeder Schwierigkeit, flach oder steil, griffig oder abschüssige Balanceakte.

Die Sonne zeichnet derweil warme Lichtinseln in den Wald und unser Picknick können wir mit Aussicht auf die Bucht von Bolonia geniessen.



Tagsüber segeln immer wieder Geier vorbei oder schrauben sich kreisend in den Himmel. Und am Abend weiden Pferde um den Camper und begrüssen uns.
Zum Sonnenuntergang mit einer guten Flasche Wein zum Apero auf einem Stück Fels sitzend wissen wir: ein kleines Paradies.



Ganze zwei Tage verbringen wir hier. Leider treibt uns ein absolut leerer Wassertank wieder zurück in die Zivilisation…